SHARE NOW – Alle Informationen zum neuen Anbieter

Share Now

SHARE NOW heißt der neue Zusammenschluss der beiden free-floating Carsharing-Unternehmen Car2Go und DriveNow. Die beiden stehen wie kein anderer für das sekundenschnelle Mieten eines Fahrzeugs per App. Mit dem Zusammenschluss bündeln Daimler und BMW nun ihre Mobilitätsdienste im Bereich Carsharing und bieten damit ihren Kunden ein gemeinsames Angebot in 30 Städten auf zwei Kontinenten. Auf dieser Seite sammeln wir in Zukunft alle Informationen zum neuen Anbieter, die für euch als Kunden wichtig sind.

SHARE NOW – Zahlen und Fakten

Mit einem Schlag ist SHARE NOW nun der weltweit größte Carsharing-Anbieter. Die Flotten von Car2Go und DriveNow werden unter dem Namen SHARE NOW zusammengeführt und sollen demnächst in einer App buchbar sein. Die Zahlen können sich sehen lassen:

  • 20.000+ Fahrzeuge weltweit
  • 3.200+ Elektrofahrzeuge
  • 30 Städte auf 2 Kontinenten
  • 13 Länder
  • Autos: BMW, MINI, Mercedes, Smart

So soll das neue Logo in Zukunft aussehen

SHARE NOW: Gemeinsame Geschäftsgebiete

Man muss den Status jetzt (Februar 2019) und das was in Zukunft bei SHARE NOW geplant ist, unterscheiden. Bereits ab jetzt kann man die DriveNow Autos in der Car2Go App sehen und umgekehrt. Zukünftig werden die beiden Geschäftsgebiete zusammengelegt, so dass ihr von einer größeren Verfügbarkeit der Geschäftsgebiete profitieren werden. Einzelheiten hierzu sind noch nicht bekannt.

SHARE NOW App

Das Ziel ist eine gemeinsame SHARE NOW App, in der man alle Fahrzeuge der beiden Hersteller einfach direkt anmieten kann. Aktuell sieht die Zwischenlösung so aus, dass man in den Apps von Car2Go auch DriveNow Fahrzeuge sieht und umgekehrt. Klickt man dann auf ein „Fremdfahrzeug“, springt das Smartphone in die andere App. Wenn man auch beim jeweils anderen Anbieter angemeldet ist, kann man dann einfach wie gewohnt die Miete beginnen. Das sieht dann momentan so aus:

Video – In der App sieht man die Zusammenarbeit bereits

Share Now App

In der DriveNow App sieht man bereits Fahrzeuge von Car2Go, wird aber beim Klick darauf noch in die andere App geleitet.

SHARE NOW Anmeldung

Viele Nutzer fragen sich vielleicht, ob man sich für den neuen Anbieter neu registrieren muss. Dazu gibt es bisher keine Details, man sagt lediglich, dass man den Übergang für die Bestandskunden „einfach gestalten“ will. Sobald es eine Anmeldung gibt, schauen wir natürlich, dass wir auch einen Share Now Gutschein für euch bereithalten, damit ihr wie immer über unseren Blog ordentlich Geld sparen können. Der aktuelle DriveNow Gutschein für Neukunden gilt natürlich weiterhin.

Ändern sich die Preise?

Das ist schwer zu sagen. Bisher äußern sich weder DriveNow noch Car2Go hier zu Details. Derartige Zusammenschlüssen bergen immer die Gefahr, dass der Preis steigt. Allerdings müssen sich beide Player auch gegen andere Konkurrenten wie MILES, Sixt oder diverse Ridesharing-Dienste behaupten. Auch wenn die Preise bei beiden Anbietern in den letzten Jahren eher gestiegen sind, sind große Preissprünge nach oben daher nicht zu erwarten.

Was genau ist jetzt Your Now?

Die beiden Konzerne haben sich nicht unbedingt einen Gefallen getan, weil nun in verschiedenen Ebenen Begriffe umherschwirren, die alle recht ähnlich klingen. Your Now ist etwa der Name des übergeordneten Mobilitätsunternehmens. Darunter gliedern sich folgende Säulen auf:

Reach Now

Unter Reach Now werden zukünftig Mobilitätsdienste gebündelt. Dieser Service verknüpft quasi auf intelligente Art und Weise den ÖPNV, die Bahn, Taxis und Carsharing-Angebote in einer App. Bisher hießen diese Dienste moovel (daimler) und ReachNow (BMW).

Reach Now

So könnte Reach Now in Zukunft alle Verkehrsmittel miteinander verbinden.

Share Now

Wie oben ausführlich erläutert, sind unter diesem Dach die beiden free-floating Anbieter DriveNow und Car2Go zusammengeschlossen und bieten ihre Fahrzeugflotte und Geschäftsgebiete nun gemeinsam an.

Free Now

Free Now soll in Zukuft die sogenannten „Ride-Hailing“. Ride-Hailing-Dienste sind solche, wo man nicht selbst fährt sondern einen privaten Fahrer oder ein Taxi bucht. Hiermit will man sich unabhängiger gegenüber Uber machen.  Bereits seit 2009 ist der Trend zum „eigenen Fahrer auf Abruf“ zu beobachten. Durch Unternehmen wie mytaxi (9 europäische Länder), beat (Griechenland, Peru, Chile, Kolumbien und Mexiko), Kapten (Frankreich, Portugal und die Schweiz) und Clever Taxi  in Rumänien gibt es bereits viele einzelne Player am Markt. Die Unternehmen konnten in den letzten Jahren viel Wissen aufbauen, was Fahrgäste von einem solchen Service erwarten. Die Säule „Free Now“ bündelt nun Unternehmen MyTaxi, Kapten, Clever Taxi und Beat zu einem großen Fahrerpool.

Marc Berg, CEO von Free Now sagt dazu:

„Mit FREE NOW haben wir ein Serviceangebot von Warschau bis Lima und gehören zu den größten Ride-Hailing Anbietern in Europa und Südamerika. Und das wollen wir weiter ausbauen. Eine große Rolle spielen für uns dabei auch die Synergien zu all unseren verschiedenen Services und ein erstklassiges Kundenerlebnis unter einem Dach.“

Park Now

Wo Autos genutzt werden, braucht man Parkplätze. Das neue Mobilitätsunternehmen bündelt daher auch die Parkplatz-Dienstleister wie ParkNow, ParkMobile, park line und RingGo in einer gemeinsamen Säule namens „Park Now“.

Charge Now

Beide Hersteller setzen in Zukunft auch im Carsharing verstärkt auf Elektroautos. Um hierbei das Gewirr an Ladesäulen zu entzerren, soll die Säule „Charge Now“ sich explizit um alles kümmern, was um die Dienste von Elektroautos so anfällt. Dazu zählt auch der Ausbau von öffentlichen Ladepunkten, Umsetzung von Schnelladern mit 150 KW und mehr. Bereits jetzt hat Charge Now nach eigenen Angaben Zugang zu mehr als 100.000 E-Ladepunkten in 9 Märkten.

Jörg Reimann, CEO von Charge Now sagt dazu:

CHARGE NOW is eines der größten öffentlichen Ladenetzwerke der Welt und unterstützt den Ausbau der Elektromobilität auf unseren Straßen. Mit seinem breiten Netz an Ladepunkten spielt es eine entscheidende Rolle für nachhaltige Mobilität.

Charge Now

Die Organisation der Ladestationen wird Aufgabe des Unternehmensbereiches „Charge Now“ sein. 

Wie hängt das alles zusammen?

Für alle die vor lauter „nows“ noch nicht wissen, wie das alles zusammenhängt, hab ich das mal versucht in einem einfachen Bild zusammengefasst. Die Zuordnung der Logos entstammt der Seite von your-now.com, ein Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit kann ich nicht garantieren 😉

Your Now

Quelle: Eigene Darstellung, nach your-now.com

Warum machen Daimler und BMW das alles?

Die gemeinsamen Mobilitätsdienstleistungen sehen die BMW Group und die Daimler AG letztlich als Antworten auf die Umbrüche in der Mobilitätsbranche, insbesondere in Metropolen. Die Digitalisierung ist hier der Schlüssel. Sie eröffnet neue Möglichkeiten für mehr individuelle Mobilität. Weitergedacht können dann zusätzliche Mobilitätsangebote auf Basis von voll-elektrischen und selbstfahrenden Flotten dazukommen, die jederzeit per App verfügbar sind, sich selbstständig aufladen sowie automatisch parken und sich mit anderen Verkehrsmitteln über Straße und Schiene hinaus vernetzen können. Bis wir da angelangt sind, dauert es sicher noch etwas, Daimler-Vorstand Zetsche aber ist sich sicher, dass dieser erste große Schritt jetzt ein Meilenstein war:

Durch die intelligente Verknüpfung unserer Joint Ventures gestalten wir gemeinsam die urbane Mobilität von heute und morgen. Wir nutzen dabei konsequent die Chancen, die sich durch Digitalisierung, Shared Services und das steigende Mobilitätsbedürfnis unserer Kunden ergeben. Denkbar sind dabei auch Kooperationen mit anderen Anbietern sowie Akquisitionen von Start-Ups oder etablierten Playern.“

 

Auch für BMW-Vorstand Harald Krüger ist die Vision klar:

Wir schaffen einen weltweit führenden Gamechanger. Er wird unseren heute bereits rund 60 Millionen Kunden Mobilität in einem nahtlos vernetzten, nachhaltigen Ökosystem aus CarSharing, Ride-Hailing, Parking, Charging und Multimodalität ermöglichen. Unsere Vision ist klar: Die fünf Services verschmelzen immer mehr zu einem Mobilitätsangebot mit voll-elektrischen und selbstfahrenden Flotten, die sich selbstständig aufladen und parken sowie mit anderen Verkehrsmitteln vernetzen lassen.

 

Mein Fazit: In dem Markt ist momentan sehr viel Bewegung, Größe ist da ein nicht zu unterschätzender Wettbewerbsvorteil. Ich persönlich finde es schade, wenn man die beiden etablierten Marken abgibt, um eine neue große zu schaffen (was, wenn diese Kooperation mal nicht mehr besteht?). Man hätte ähnlich wie bei Media Markt und Saturn auch mit zwei Marken einen starken Verbund eingehen können. Für den Kunden wird es aber letztlich keine große Rolle spielen – er will von A nach B und das möglichst reibungslos und zu einem fairen Preis. Wenn hier Share Now nicht plötzlich an der Preisschraube dreht, haben sie gute Chancen Marktführer zu bleiben und sich in einem immer enger werdenden Mobiliätsmarkt zu behaupten. Es bleibt spannend!

Fotos: Your Now Presse

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